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Kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung
Wie funktioniert Wärmerückgewinnung?
Bei der bisherigen Art zu Lüften werden die Fenster geöffnet und kühle Außenluft strömt in die Wohnung. Bei der Querlüftung strömt die kühle Luft auf dem kürzesten Weg durch die Wohnung, also nicht wie irrtümlich behauptet durch alle Ecken. Wenn die Fenster wieder geschlossen werden, ist nur ein Teil der verbrauchten Luft aus den Wohnräumen hinaus transportiert worden. Bei dieser Art der Lüftung wurde zusätzlich zum unbefriedigenden Lüftungsergebnis auch noch Wärme aus der Wohnung freigegeben, diese Wärme muss mit teurer Energie wieder hergestellt werden.
Was passiert bei der kontrollierten Wohnungslüftung?
Die verbrauchte, feuchte Luft wird aus den feuchtwarmen Räumen wie Küche, Bad, WC Hauswirtschaftsraum abgesaugt. Die Energie aus dieser feuchtwarmen Luft wird von einem Lüftungsgerät auf unterschiedliche Art zurück gewonnen.
- Durch passive Wärmetauscher: Die abgesaugte Luft wird über Luftkanäle nach draußen befördert, gleichzeitig wird frische, kühle Außenluft über Luftkanäle angesaugt.Im Wärmetauscher wird die Wärme der Abluft über feinste Lamellen auf die Zuluft übertragen. Beste Ergebnisse erzielt hierbei der Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher, weil die Verweildauer der Luft dort am höchsten ist. (der Weg durch diesen Wärmetauscher ist verhältnismäßig lang).
- Aktive Wärmeübertragung durch die Wärmepumpe: Die warme Luft wird von Ventilatoren in den Verdampfer geblasen.
In diesem befindet sich eine Kühlflüssigkeit, die bei Wärme verdampft und nach oben steigt, wo sie mit Hilfe eines Kompressors verdichtet wird, was die Temperatur nochmals erhöht. Jetzt wird sie durch den Kondensator, der im Frischluftstrom eingebaut ist, geführt. Dort wird die Wärme wieder freigesetzt, das Kühlmittel fließt dann durch ein Entspannungsventil und wird wieder flüssig, der Vorgang beginnt von vorn.
Diese Form der Wärmerückgewinnung ist hoch effektiv, so dass man nur bei extremen Außentemperaturen eine zusätzlich Energiequelle benötigt. Beim Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher empfiehlt es sich schon in der Übergangszeit eine zusätzliche Heizenergie einzusetzen, z.B.: eine Erdwärmepumpe.
Die zurück gewonnene Energie kann man bei zentralen Lüftungssystemen wieder als Warmluft ins Haus einbringen. Bei nicht geschlossenen Systemen ist diese Energie aber auch zur Bereitstellung von Warmwasser nutzbar.
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